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"If God had designed a perfect acting machine, it would
be pretty close to Jodie." |
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Jon Amiel, Director Vanity Fair, May 1994. |
Jodie als Kinderstar
Alicia Christian Foster wuchs als jüngstes
von vier Kindern ohne Vater auf. Der Immobilienmakler, ein Sohn deutscher
Einwanderer, hatte kurz vor ihrer Geburt die Familie
verlassen. Erst nach 30 Jahren ohne Kontakt versöhnte sich Jodie
im Sommer 2001 mit ihrem Vater. Ihre Mutter arbeitete für den
Filmproduzenten Arthur Jacobs in Hollywood und brachte die kleine
Jodie schon im Alter von drei Jahren für Werbespots
vor die Kamera.
Jodie mauserte sich schnell zum Kinderstar,
spielte in zahlreichen Fernsehserien
mit und drehte 1972 für Walt-Disney-Productions ihren ersten
Kinofilm "Napoleon
and Samantha". Nachdem Jodie in "Kansas
City Bomber" für ein erwachsenes Publikum vor der
Kamera stand, nahm sie Regisseur Martin Scorsese unter seine Fittiche.
Mit "Alice lebt hier nicht mehr" (1975) und vor allem
"Taxi Driver" (1976) mit Robert De Niro baute er sie zum
internationalen Star auf.
Jodie Foster, die für die Darstellung einer 12-jährigen
Prostituierten in "Taxi Driver" eine Oscar-Nominierung
einheimste, realisierte, dass die Schauspielerei mehr als ein Hobby
bedeutet. Die Regisseure rissen sich um die frühreife "Kind-Frau"
und an ihrem 18. Geburtstag blickte sie schon auf eine ansehnliche
Filmographie zurück.
Ihr Studium und das Attentat
1980 schloss der junge Star das zweisprachige Lycée Français
ihrer Heimatstadt Los Angeles ab und nahm ein Literaturstudium
an der Yale-University auf. Sie zog sich vom Filmbetrieb
zurück, geriet jedoch ein Jahr später ungewollt in die
Schlagzeilen. Ein Psychopath namens John
Hinckley schoss auf Ronald Reagan und verletzte neben dem
Präsidenten zwei Sicherheitsbeamte sowie seinen Sprecher. Als
Begründung der Tat gab Hinckley zu Protokoll, er habe die Schauspielerin
mit dem Attentat beeindrucken wollen.
Noch vor Beendigung des Studiums nahm Jodie Foster ihre Karriere
wieder auf. Mit Claude Chabrols "Das Blut der anderen"
(1984) nach dem Roman von Simone de Beauvoir wendete sie sich sozialkritischen
Filmen zu und reifte in den folgenden Jahren zu einer anspruchsvollen
Charakterschauspielerin.
Jodie gewinnt 2 Oscars
Die Vergewaltigungsstudie "Angeklagt"
wurde 1988 zum Kassenschlager und Jodie Foster erhielt für
ihre eindringliche Darstellung einen Oscar.
In Jonathan Demmes Psycho-Thriller "Das
Schweigen der Lämmer" (1991) erntete die wegen
ihres Yale-Examens und eines IQs von 140 als "Hollywoods klügste
Schönheit" (Quick) gefeierte Foster noch größeren
Ruhm. Der nervenzerreißende Thriller erhielt insgesamt fünf
Oscars, einer davon ging an Jodie
Foster.
Jodie als Regisseurin und Produzentin
Seit den 90ern arbeitete sie zunehmend auch als Regisseurin
und Produzentin. Mit ihrer Firma
"Egg Pictures" verwirklichte sie "Das Wunderkind
Tate" (1991) und "Nell" (1994) - bei dem sie auch
die Hauptrollen übernahm. Es folgten "Familienfest
und andere Schwierigkeiten" (1995), "The Baby Dance"
(1998), "Waking The Dead" (2002) und "Lost
Heaven" (2002), wo sie außerdem eine einbeinige Nonne
spielt.
Jodie wird Mutter
Jodie Foster lebt mit ihren beiden Söhnen
Charles (geboren
1998) und Kit
(geboren 2001) äußerst zurückgezogen
im südkalifornischen San-Fernando-Tal in Los Angeles.
Ihre neuesten Filme
Nach Panic Room (2002), Mathilde
- Eine große Liebe (2004) - hier spielt sie nur eine kleine
Nebenrolle - Flightplan (2005), Inside
Man (2006), Die
Fremde in dir (The Brave One) war sie zuletzt in Die
Insel der Abenteuer (2008) zu sehen. |