| SKIP: Wie hast du dich auf
deine Rolle vorbereitet?
Jodie Foster: Ich
habe natürlich Anna Leonowens Tagebücher gelesen, und
mir ist klar, dass nicht alles so war wie sie es dargestellt hat.
Sie hatte eine sehr romantisierte Sicht der Dinge. Ich glaube nicht,
dass sie jemals Nahkontakt mit König Mongkut hatte - in welcher
Form auch immer.
SKIP: Kannst du dich mit deiner Filmfigur identifizieren?
Jodie Foster: Ja
und nein. Eine meiner Fantasien ist, Lehrerin zu werden, wenn die
Filmindustrie mich eines Tages satt hat ... (lacht). Anna Leonowens
war eine sehr starke Frau. Wie bei allen starken Frauen sind manche
ihrer Charaktereigenschaften sehr attraktiv, andere sehr hart. Sie
konnte sehr spröde und harsch sein. Sie ließ sich durch
nichts von ihrer Meinung abbringen, sie war intolerant und selbstgefällig,
und hat sich sehr gern reden hören. Aber sie war eine sehr
ungewöhnliche Frau ihrer Ära, denn was sie geleistet hat,
war enorm für eine Epoche, in der Frauen sehr eingeschränkt
waren.
SKIP: Waren die viktorianischen Kostüme nicht
irgendwie unangenehm für dich?
Jodie Foster: Im
Gegenteil! Ich habe die engen Korsette geliebt! Sie waren der Grund,
warum ich mich in meiner Rolle so schnell zurechtgefunden habe.
Und nicht mal die Hitze hat mir was ausgemacht, denn ich wusste,
dass auch Anna unter ihr gelitten hat.
SKIP: Erzähle uns doch, wie es war, mit Chow
Yun-Fat, einem Helden aus dem Action-Kino zu arbeiten?
Jodie Foster:
Chow Yun-Fat ist der charmanteste Mann, mit dem ich je gearbeitet
habe. Er ist immer um das Wohl aller anderen besorgt. Er hat sich
tausendmal entschuldigt, wenn er mir beim Tanzen versehentlich auf
die Füße getreten ist.
(Quelle: www.skipweb.de)
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