Jodie Foster im Gespräch
mit "Bild am Sonntag "
Jodie Foster
Jodie Foster
in Berlin (Foto: dpa)
 
Interview mit Jodie Foster
 

Bild am Sonntag: Was ist für Sie die größere Herausforderung: ein neues Filmprojekt oder Ihre Söhne, den siebenjährigen Charles und den vierjährigen Kit, in Hollywood großzuziehen?

Jodie Foster: Da muß ich nicht lange überlegen – natürlich meine Söhne! Kinder sind jeden Tag ein neues Wunder und eine Herausforderung, die man mit Dreharbeiten nicht vergleichen kann.

Bild am Sonntag: Sie starteten als Kinderstar mit sechs Jahren Ihre Karriere. Würden Sie sich darüber freuen, wenn Ihre Jungs auch Schauspieler würden?

Jodie Foster: Sie müssen ja nicht unbedingt Schauspieler werden. Aber es wäre schön, wenn sie – wie ich – das Kino lieben.

Bild am Sonntag: Verstehen Sie als Mutter von zwei Jungen die Männer heute besser?

Jodie Foster: Es ist erstaunlich, wie anders Jungs doch sind – sie sind viel unkomplizierter als Mädchen. Und viel wilder! Da krieg’ ich mal einen Ellbogen ins Auge oder einen Finger in die Nase gebohrt. Neulich haben beide im Pool gestritten und drohten im Eifer des Gefechts unterzugehen. Da mußte ich sie in einer wilden Aktion retten und habe einige Kratzer abbekommen. Sie sehen, ich habe ein ganz schön aufregendes Leben.

Bild am Sonntag: Sie schwärmen von dem deutschen Regisseur, der „Flightplan“ gedreht hat. Womit hat der Stuttgarter Robert Schwentke Sie erobert?

Jodie Foster: Er ist einfach liebenswert. Mich hat die Leidenschaft beeindruckt, mit der er das Leben angeht. Robert ist ein Intellektueller, weil er sich für alles interessiert – von Punkmusik bis zu Kochbüchern. Seine Frau hat ihm jeden Tag Mittagessen in einer Lunchbox mitgegeben, und er hat mir sogar etwas abgegeben (lacht). Außerdem hat er jeden Tag neue Lakritzsorten mit zur Arbeit gebracht. Ich wußte ja gar nicht, wie viele Sorten Lakritz es auf diesem Planeten gibt! Wie kann man so einem Menschen widerstehen?

© 2005 Bild.T-Online.de, 15.10.2005, Quelle: http://www.bild.t-online.de

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